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Morgenlese · Nr. 64B2Sports3 min

Der Trainerwechsel

In this story
  • – Read a short story about sports
  • – Learn 8 words
  • – Practice Konjunktiv I (indirect speech)
  • – Practice Passiv (passive voice)

die Niederlage, die Entscheidung, der Vorstand, der Nachfolger, der Vorgänger, entlassen, kritisieren, enttäuscht

Tap any word you don't know.

Nach der sechsten Niederlage in Folge wurde am Montag der Trainer von Eintracht Hafenstadt entlassen. Die Entscheidung sei dem Vorstand nicht leichtgefallen, erklärte Präsident Klaus Remmert auf einer Pressekonferenz. Man habe lange an Udo Brink festgehalten, doch jetzt brauche die Mannschaft einen neuen Impuls.

Brink selbst war zur Pressekonferenz nicht eingeladen worden. Am Abend sagte er einem Lokalradio, er sei enttäuscht, aber nicht überrascht. Die Mannschaft habe Charakter, ihr fehle nur das Glück. Seinem Nachfolger wünsche er alles Gute.

Die Fans reagierten gespalten. In den sozialen Netzwerken wurde der Vorstand heftig kritisiert, und vor dem Stadion wurde ein Plakat aufgehängt: „Brink raus? Remmert raus!“ Andere meinten, die Entscheidung komme ohnehin zu spät.

Als Nachfolger wurde Ferdinand Ott vorgestellt, der bisher die Jugendmannschaft trainiert hatte. Ott sagte bei seiner ersten Pressekonferenz nur drei Sätze: Er wolle wenig reden und viel arbeiten. Er werde die Mannschaft nicht neu erfinden. Und er kenne die Spieler besser, als man glaube.

Am Samstag wurde der Tabellenführer überraschend mit zwei zu null geschlagen. Das Stadion feierte, und nach dem Spiel wurde Ott gefragt, was er in nur fünf Tagen geändert habe. Er antwortete, er habe gar nichts geändert. Er habe nur den Trainingsplan befolgt, den sein Vorgänger im Schreibtisch hinterlassen habe. Am nächsten Morgen soll im Briefkasten des Vereins eine Postkarte gelegen haben. Darauf stand nur: „Gern geschehen. Udo.“


Grammar from this story

Konjunktiv I (indirect speech)

Konjunktiv I is used to report what someone else said, mostly in the news and in formal writing. It shows that you are only passing on the words, not confirming them. The common forms are for er/sie/es: stem + -e (er habe, sie komme, er könne, sie werde), and sein becomes sei. If a form looks the same as the normal present, use Konjunktiv II instead: Sie sagen, sie hätten keine Zeit.

er / sie / es: stem + -e (habe, komme, könne, werde) · sein → sei

From the story

  • Die Entscheidung sei dem Vorstand nicht leichtgefallen, erklärte Präsident Klaus Remmert auf einer Pressekonferenz.
  • Die Mannschaft habe Charakter, ihr fehle nur das Glück.
  • Er habe nur den Trainingsplan befolgt, den sein Vorgänger im Schreibtisch hinterlassen habe.

Common mistake

In news or formal writing, using the normal present instead of Konjunktiv I.

Der Minister sagte, er ist krank.

Der Minister sagte, er sei krank.

Passiv (passive voice)

The passive focuses on the action, not on who does it: Das Haus wird gebaut. It is built with werden in position 2 and the Partizip II at the end. In the past, use wurde: Das Haus wurde 1990 gebaut. With modal verbs, the end becomes Partizip II + werden: Das muss repariert werden.

werden / wurde (position 2) … Partizip II (end) · modal … Partizip II + werden

From the story

  • Nach der sechsten Niederlage in Folge wurde am Montag der Trainer von Eintracht Hafenstadt entlassen.
  • In den sozialen Netzwerken wurde der Vorstand heftig kritisiert, und vor dem Stadion wurde ein Plakat aufgehängt.
  • Am Samstag wurde der Tabellenführer überraschend mit zwei zu null geschlagen.

Common mistake

Forgetting werden after a modal verb.

Das Auto muss repariert.

Das Auto muss repariert werden.

Words from this story

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