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Morgenlese · Nr. 120B2Relationships4 min

Die Patchworkfamilie

In this story
  • – Read a short story about relationships
  • – Learn 7 words
  • – Practice Konjunktiv II (would, could)
  • – Practice Relativsatz (relative clause)

notfalls, durcheinander, die Hauptsache, die Grenze, der Scherz, beschließen, einträchtig

Tap any word you don't know.

Als Ivana und Marco beschlossen, zusammenzuziehen, gab es nur ein Problem: Das Haus, das sie in Freiburg gemietet hatten, hatte zwei Kinderzimmer, aber es gab drei Teenager. Ivanas Söhne Luka und Petar hätten lieber im Keller geschlafen als in einem Zimmer. Marcos Tochter Giulia, die mit sechzehn die Älteste war, erklärte, sie würde notfalls auch ins Gartenhaus ziehen, Hauptsache allein.

Die Einzigen, die sich sofort verstanden, waren die Hunde. Bruno, ein dicker Beagle, der bis dahin jeden fremden Hund angeknurrt hatte, legte sich am ersten Abend neben Frieda, Marcos alte Pudeldame, und wich ihr nicht mehr von der Seite. „Immerhin zwei in dieser Familie, die sich lieben“, sagte Giulia trocken.

Den ganzen Herbst wurde gestritten: um das Bad und um die Fernbedienung. Luka und Petar teilten sich schließlich das Zimmer, aber erst, nachdem sie mit Klebeband eine Grenze über den Boden gezogen hatten. Ivana sagte oft, wenn sie das vorher gewusst hätte, wäre sie in ihrer kleinen Wohnung geblieben. Sie meinte es nur halb im Scherz.

An Heiligabend sollte alles besser werden. Marco hatte eine Gans gebraten, die für zehn Leute gereicht hätte, und sie zum Abkühlen in der Küche auf den Tisch gestellt. Doch schon bei der Suppe ging es um die Frage, wer an Silvester auf welche Party durfte. Nach fünf Minuten schrien alle durcheinander, Luka knallte seinen Löffel auf den Tisch, und Giulia stand auf.

In diesem Moment krachte es in der Küche. Alle fünf rannten hinüber und fanden Bruno und Frieda, die einträchtig unter dem Tisch saßen, zwischen ihnen die Gans. Erst lachte Petar, dann Giulia, am Ende sogar Marco. Hätten die Hunde die Gans nicht gestohlen, wäre dieser Abend wohl eine Katastrophe geworden. So gab es Spaghetti, die Giulia kochte, und es wurde ein Weihnachten, von dem die Familie noch heute erzählt.


Grammar from this story

Konjunktiv II (would, could)

Konjunktiv II is used for wishes, polite requests, and things that are not real. Most verbs use würde + infinitive at the end: Ich würde gern reisen. The verbs sein, haben, and modal verbs have their own forms: wäre, hätte, könnte, müsste. Typical examples: Wenn ich Zeit hätte, … / Könnten Sie mir helfen?

würde (position 2) … infinitive (end) · wäre / hätte / könnte

From the story

  • Ivanas Söhne Luka und Petar hätten lieber im Keller geschlafen als in einem Zimmer.
  • Ivana sagte oft, wenn sie das vorher gewusst hätte, wäre sie in ihrer kleinen Wohnung geblieben.
  • Hätten die Hunde die Gans nicht gestohlen, wäre dieser Abend wohl eine Katastrophe geworden.

Common mistake

Forgetting the umlaut, which turns it into the past tense.

Ich hatte gern einen Kaffee.

Ich hätte gern einen Kaffee.

Relativsatz (relative clause)

A relative clause tells you more about a noun: Das ist der Mann, der neben mir wohnt. The relative pronoun (der, die, das, plural die) has the gender and number of that noun, but its case depends on its role in the relative clause. The conjugated verb goes to the end, and a comma separates the clauses.

noun, der / die / das (den, dem, denen …) … verb (end)

From the story

  • Die Einzigen, die sich sofort verstanden, waren die Hunde.
  • Marco hatte eine Gans gebraten, die für zehn Leute gereicht hätte, und sie zum Abkühlen in der Küche auf den Tisch gestellt.
  • So gab es Spaghetti, die Giulia kochte, und es wurde ein Weihnachten, von dem die Familie noch heute erzählt.

Common mistake

Choosing the case from the main clause instead of the relative clause.

Der Mann, der ich gesehen habe, ist Arzt.

Der Mann, den ich gesehen habe, ist Arzt.

Words from this story

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